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Bakterien, Viren und Pilze: Hände verbreiten Krankheitserreger

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Eine vernünftige Handhygiene erhält die Gesundheit

Sie sind überall: Bakterien und andere Kleinstorganismen tummeln sich millionenfach auf unserer Haut, bis zu 10 Millionen sind es auf einem Quadratzentimeter. Dies ist zunächst einmal nichts Ungewöhnliches, vielen kommt sogar eine nützliche Funktion zu. Aber die Hände sind auch Sammel- und Übertragungsstätte für Krankheiten verursachende Bakterien, Viren und andere Keime. Krankheitserreger auf den Händen sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation für nahezu 80 Prozent aller Infektionskrankheiten weltweit verantwortlich. Auf der Haut selbst richten sie in der Regel keinen großen Schaden an, erst wenn sie in Kontakt mit dem Mund oder den Augen haben wird es meist unangenehm. Interessant und wenig bekannt ist die von amerikanischen Forschern herausgefundene Tatsache, dass Frauenhände trotz stärkerer Hygiene mehr unterschiedliche Bakterienarten beheimaten als Männerhände – die Wissenschaftler vermuten einen Zusammenhang mit pH-Wert, Schweiß, Talgproduktion, Hautdicke und Kosmetika.

Die Keime lauern überall: Auf Geldscheinen, viel genutzten Türklinken, auf dem Telefon, den Griffen der Einkaufswagen, im Badezimmer, in der Küche und sogar auf der Computertastatur im Büro oder zuhause – Untersuchungen haben belegt, dass Tastaturen häufig viel stärker verschmutzt sind als regelmäßig gereinigte Toiletten! Um die Keimbelastung im Alltag einzudämmen, empfiehlt es sich Handtücher und Küchenschwämme nicht zu lange zu verwenden und regelmäßig zu wechseln, da sich dort besonders viele Erreger ansammeln können. Eine sinnvoll durchgeführte Handhygiene ist eine der besten Gesundheitsvorsorge-Maßnahmen und minimiert die Zahl der Keime auf den Händen.

Hände richtig waschen: Wie oft, wann und womit

Hände verbreiten Krankheitserreger, mit den Händen nehmen wir sie auf und geben sie weiter. Ein sorgfältiges Hände waschen schützt: Experten bestätigen das alte Gebot und empfehlen, nach jedem Toilettengang und vor jeder Mahlzeit die Hände richtig zu waschen. Auch nach dem Nachhausekommen sowie nach Kontakt mit Tieren ist die Handhygiene sinnvoll. Dabei sollten die Hände inklusive Fingerzwischenräume 20 bis 30 Sekunden gründlich mit Seife gewaschen werden. Die Wassertemperatur spielt dabei keine Rolle, zu heißes Wasser schadet der Haut eher. Sehr wichtig ist auch das gründliche Abtrocknen der Hände nach dem Waschen. Und ohne Seife hat das Hände waschen keinen reinigenden Effekt. Am besten eignet sich eine pH-neutrale Seife, gegebenenfalls empfiehlt sich auch das anschließende Nachfetten der Hände mit einer geeigneten natürlichen Hautcreme, da trockene Haut schneller von Keimen besiedelt wird.

Aber Vorsicht, eine übertriebene Handhygiene birgt ebenfalls Risiken: Zu häufig sollte man sich die Hände mit Seife nicht waschen, da dann die Gefahr besteht, die natürliche Schutzschicht der Haut zu beschädigen. Dies kann u.a. eine höhere Anfälligkeit für Allergien zur Folge haben.