Augen lasern: Vor- und Nachteile

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Kosten, Nutzen und Risiken einer Laser Augenoperation

Auch wenn das Tragen einer Brille wieder trendy geworden ist: Die meisten Menschen, die sie wirklich brauchen, wünschen sich doch, auf eine Sehhilfe verzichten zu können. Ob Brille oder Kontaktlinsen, im Alltag gibt es ständig Situationen, in denen die Sehhilfe störend ist. Da ist der Gedanke an eine Laser Augenoperation zur dauerhaften Behebung der Sehschwäche ziemlich reizvoll. Allerdings herrscht bei vielen Menschen noch eine große Unsicherheit, was die Vorteile und Risiken einer Laser Augenoperation angeht – schließlich handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff an einem der wichtigsten und empfindlichsten Sinnesorgane. Die Augen lasern zu lassen ist also keine leichte Entscheidung. Was spricht nun dafür, was dagegen? Zunächst einmal ist die Aussicht, wieder nahezu über die volle Sehkraft zu verfügen, das wohl stärkste Argument für eine Laser-Augen-OP. Und diese Hoffnung ist auch nicht unbegründet: Laserkorrekturen der Augen werden, je nach Methode, seit über zwei Jahrzehnten erfolgreich durchgeführt, es handelt sich um einen weltweit millionenfach vorgenommenen Eingriff. Entsprechend verfügen viele Ärzte über eine große operative Erfahrung auf diesem Gebiet. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten nur zertifizierte Augenlaserzentren aufgesucht werden, die über qualifizierte Ärzte sowie eine geeignete, moderne medizintechnische Ausstattung und ein entsprechendes Hygienemanagement verfügen.

Laser Augenoperation gehört mittlerweile zu den Standardeingriffen

Augen lasern lassen zur Wiederherstellung des Sehvermögens ist nicht nur in Deutschland operativer Alltag und bringt in den meisten Fällen auch die gewünschten Ergebnisse. Dennoch gibt es – wie bei jeder OP – eine ganze Reihe von Risiken und möglichen postoperativen Beeinträchtigungen. Eine allgemeine Aussage zur Vorgehensweise lässt sich nicht treffen, dies wird in der ausführlicher, individuellen Beratung und Voruntersuchung geklärt. Dabei sollte auch umfassend über die jeweiligen allgemeinen und individuellen Risikofaktoren informiert werden.

Es gibt verschiedene operative Verfahren, in denen ein Laser zur Korrektur der Sehstärke zur Anwendung kommt. Das aktuell verbreitetste ist Laser-in-situ-Keratomileusis (LASIK). Dabei wird im Gegensatz zu den oberflächlichen Hornhautbehandlungen, wie z.B. PRK, eine Flap genannnte Lamelle von der Hornhaut teilweise gelöst, die nach dem Lasern der Augen wieder zugeklappt wird. Diese Methode ist schmerzfreier und führt meist schneller zu scharfer Sicht, ist aber auch mit etwas höheren Risiken verbunden. Gute Ergebnisse sind je nach Art der Laserbehandlung nur bis zu einer bestimmten Dioptrienzahl möglich – für LASIK beträgt die Grenze bei Kurzsichtigkeit maximal -10 Dioptrien, bei Weitsichtigkeit maximal +4 Dioptrien.

In einigen Fällen ist eine Laser-Augen-OP nicht möglich: Bei Minderjährigen und Personen mit bestimmten Augenerkrankungen wird von Laser-Augen-OPs abgeraten. Zudem sollte solch eine Augenoperation nur durchgeführt werden, wenn die Sehkraft in den letzten Jahren konstant geblieben ist, sich die Werte also nicht verändert haben.

Schließlich spielt auch das Geld eine Rolle: Ein starkes Argument gegen eine Laser-Augen-OP sind freilich die damit verbundenen hohen Kosten – obwohl es sich auf lange Sicht freilich relativiert, da Brillen und Kontaktlinsen dauerhafte Kosten verursachen. Dennoch muss das Geld erst einmal aufgebracht werden, man muss mit 1.000 bis 3.000 Euro rechnen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in der Regel die Behandlungskosten nicht, bei Privatversicherten kann dies je nach Vertrag anders sein.