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Alternative Behandlungsansätze bei Schmerzen

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Chronische Schmerzen entwickeln sich zu einem Volksleiden. Die klassische Schulmedizin gelangt bei der Behandlung allerdings häufig an ihre Grenzen. Daher gewinnen alternative Methoden bei der Therapie chronischer Schmerzen immer mehr an Bedeutung. Wir geben Ihnen eine Übersicht der aktuell interessantesten Therapieansätze.

Schmerzlinderung ganz ohne Medikamente

Alternative Behandlungsansätze bei SchmerzenImmer mehr Menschen leiden unter chronischen Schmerzen. Es wird angenommen, dass mehr Deutsche unter dauerhaften Schmerzen leiden als an Krebs, Diabetes und Herzkrankheiten zusammen. Dabei sind die Gründe für die Entstehung der Erkrankung sehr unterschiedlich. Viele Betroffene leiden jahrelang, ohne dass eine Ursache gefunden wird. Aber chronische Schmerzen sind keine Einbildung. Die vielfältigen Aspekte, die bei der Entstehung und auch der Aufrechterhaltung chronischer Schmerzen beteiligt sind, haben zu einer breiten Palette von alternativen Behandlungsmöglichkeiten geführt.

Dabei verfügen nicht alle Ansätze über eine wissenschaftlich einwandfrei nachgewiesene Wirkung. Dennoch haben sie durch ihre schmerzlindernde Wirkung einen Platz in der aktuellen Schmerztherapie inne.

  • Akupunktur: Diese Methode stammt aus der Traditionellen Chinesischen Medizin. Während der Behandlung sticht ein Akupunkteur dünne Nadeln in ganz bestimmte Energiepunkte auf der Körperoberfläche. Durch diese Stimulation sollen blockierte Energien freigesetzt und Schmerzen gelindert werden.
    Wann Akupunktur hilft: Bei Spannungskopfschmerz, Migräne, Schmerzen des Stütz- und Bewegungsapparates wie Knie- oder Rückenschmerz, Menstruationsbeschwerden und postoperativem Schmerz.
  • Osteopathie: Ausgebildete Osteopathen spüren mit ihren Händen körperliche Blockaden auf wie etwa im Binde- und Muskelgewebe oder in den Körperflüssigkeiten. Diese werden anschließend durch Lockerungsgriffe und leichten Druck gelöst. Zusätzlich werden durch diese Stimulation die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt.
    Wann Osteopathie hilft: Bei Rückenschmerzen, Spannungskopfschmerzen, Migräne, Muskel- und Gelenkschmerzen, Verstauchungen oder Menstruationsbeschwerden.
  • Hypnose: Bei dieser Methode der Schmerzbekämpfung versetzt der Hypnotherapeut den Patienten in einen Zustand der Tiefenentspannung. So lenkt er die Aufmerksamkeit nach innen. Auf diese Weise verringern sich die Muskelspannung und die Ausschüttung von Stresshormonen. Bei chronischen Schmerzen wird vor allem versucht, körperliche und geistige Kräfte zu mobilisieren. Damit der Schmerz besser in die allgemeine Wahrnehmung integriert werden kann.
    Wann Hypnose hilft: Bei Spannungskopfschmerz, Migräne, Rückenschmerzen oder Arthritis.
  • Biofeedback: Bei dieser Therapie werden Körperfunktionen, wie beispielsweise Atem- und Herzfrequenz, Blutdruck, Hautwiderstand oder Hirnströme, mit speziellen Messgeräten erfasst – und an akustische oder optische Signale gekoppelt. Diese Signale helfen, die Vorgänge im Körper bewusst zu machen. Auf diese Weise lernen Patienten im Laufe der Behandlung unbewusste Vorgänge durch Entspannungstechniken aktiv zu steuern wie etwa durch autogenes Training. Die Deutsche Kopfschmerz- und Migränegesellschaft nennt Biofeedback die erfolgreichste nichtmedikamentöse Kopfschmerzbehandlung.
    Wann Biofeedback hilft: Bei Spannungskopfschmerz, Migräne, Muskelschmerzen und Nackenverspannungen.
  • Andullation: Dieses neue biophysikalische Verfahren beruht darauf, jegliche Körperflüssigkeiten ins Schwingen zu bringen – und zwar durch elektrische Frequenzen einer bestimmten Wellenlänge. Auf diese Weise soll der Fluss von Blut- und Lymphzirkulation intensiv animiert werden, damit Endprodukte von Stoffwechselprozessen besser abtransportiert werden. So sollen die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden. Hier geht es zur Website.
    Wann Andullation hilft: Insbesondere bei Beschwerden in den Gelenken wie Arthrose oder Rheuma, bei Beschwerden mit der Wirbelsäule, Muskelbeschwerden wie Nackenverspannung und in der Polyneuropathie (Erkrankungen des peripheren Nervensystems).

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